{"id":762,"date":"2015-06-29T10:02:25","date_gmt":"2015-06-29T08:02:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ictplus.hr\/poliklinika2\/?page_id=762"},"modified":"2015-06-29T10:02:29","modified_gmt":"2015-06-29T08:02:29","slug":"fruhkindliche-hirnschadigungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/otroskarehabilitacija.si\/de\/fruhkindliche-hirnschadigungen\/","title":{"rendered":"Fr\u00fchkindliche Hirnsch\u00e4digungen"},"content":{"rendered":"<p>Die Stelle der Sch\u00e4digung h\u00e4ngt vom Gestationsalter des Kindes ab und wird durch eine Ver\u00e4nderung in der Durchblutung des Zentralnervensystems w\u00e4hrend seiner Reifung erkl\u00e4rt. Bei Fr\u00fchgeborenen, die j\u00fcnger als 35 Wochen sind, befinden sich die Sch\u00e4digungen in den tiefer gelegenen Teilen des Gehirns (periventrikul\u00e4re Bereiche), und bei Neugeborenen, die \u00e4lter als 35 Wochen sind, befinden sie sich \u00fcblicherweise in und unterhalb der Hirnrinde. Die h\u00e4ufigste Ursache von Hirnsch\u00e4digungen bei Neugeborenen sind intrakranielle Blutungen und hypoxisch-isch\u00e4mische Sch\u00e4digungen (verursacht durch mangelnde Sauerstoffversorgung). Die neurologische Entwicklung h\u00e4ngt vom Zeitpunkt, von der Stelle und vom Ausma\u00df der Sch\u00e4digung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>HIRNBLUTUNGEN<\/h2>\n<p>Intrakranielle Blutungen (Blutungen im Gewebe unterhalb des Sch\u00e4dels) treten h\u00e4ufig bei Neugeborenen auf. Die H\u00e4ufigkeit und die Art der Blutung h\u00e4ngen vom Gestationsalter ab. Je niedriger das Gestationsalter, desto h\u00e4ufiger sind die Blutungen. Die H\u00e4ufigkeit von intrakraniellen Blutungen bei Neugeborenen liegt bei 2-30%, laut einigen Quellen ist sie sogar noch h\u00f6her.<\/p>\n<p>Intrakranielle Blutungen werden in extrazerebrale und intrazerebrale Blutungen aufgeteilt.<\/p>\n<p>Extrazerebrale Blutungen bezeichnen Blutungen unmittelbar oberhalb des Gehirns und abh\u00e4ngig von den betroffenen Hirnh\u00e4uten spricht man von Epidural-, Subdural- und Subarachnoidalblutungen.<\/p>\n<p>Eine Epiduralblutung entsteht \u00fcblicherweise bei Sch\u00e4delfrakturen. Sie geht mir progressiver Verschlechterung von neurologischen Symptomen einher und ist meistens leider t\u00f6dlich.<\/p>\n<p>Subduralblutungen sind heutzutage selten und werden vor allem durch einem Geburtstrauma verursacht, besonders wenn es sich um Situationen handelt, wo chirurgische Eingriffe notwendig sind um die Entbindung zu vollenden (enges Becken bei Erstgeb\u00e4renden, \u00e4ltere Mehrgeb\u00e4rende, Kopf-Becken-Missverh\u00e4ltnis, Beckenendlage, Querlage u.a.). \u00dcblicherweise sind Reifgeborene davon betroffen. Abh\u00e4ngig von der Stelle und der Intensit\u00e4t kann der Umfang der Symptome variieren von minimalen, die manchmal gar ausbleiben, bis zum einem t\u00f6dlichen Ausgang.<\/p>\n<p>Subarachnoidalblutungen haben unter den Hirnblutungen die beste Prognose. Sie sind h\u00e4ufiger bei Fr\u00fchgeborenen und werden meistens durch Hypoxie (Sauerstoffmangel), seltener durch Traumata verursacht. Sie gehen mit unterschiedlichen Symptomen einher, die sehr mild, aber auch schwer und progressiv mit t\u00f6dlichem Ausgang verlaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Intrazerebrale Blutungen bezeichnen Blutungen ins Hirngewebe. Abh\u00e4ngig vom Verh\u00e4ltnis zu den Hirnventrikeln unterscheiden wir zwischen periventrikul\u00e4ren und intraventikul\u00e4ren Blutungen. Obwohl er vor allem bei Fr\u00fchgeborenen auftritt, wird dieser Typ von Sch\u00e4digungen\u00a0 immer \u00f6fter auch bei Reifgeborenen festgestellt. Die \u00fcblichen Ursachen sind Hypoxie oder Traumata. Die ideale Diagnosemethode f\u00fcr peri- und intraventikul\u00e4re Blutungen ist der Ultraschall, der im Vergleich zu einem CT-Befund solche Erscheinungen mit einer Genauigkeit von 95% feststellt und zudem mit einem MR-Befund gut korreliert.<\/p>\n<p>Das Ausma\u00df der Blutung wird nach Lou Ann Papile eingestuft. Wir unterscheiden zwischen vier Blutungsgraden. Eine Blutung ersten Grades beschr\u00e4nkt sich auf die germinale Matrix, wo Blutungen am h\u00e4ufigsten auftreten. Eine Blutung zweiten Grades dringt in den Hirnventrikeln hinein, aber ohne eine Ventrikelvergr\u00f6\u00dferung herbeizuf\u00fchren. Blutungen ersten ( I ) und zweiten ( II ) Grades werden noch als unkomplizierte Blutungen bezeichnet.<\/p>\n<p>Eine Blutung dritten Grades bezieht sich auf das Eindringen von viel Blut in die Hirnventrikeln, wobei es zu Ventrikelvergr\u00f6\u00dferungen kommt.<br \/>\nDer vierte Grad bezeichnet das Eindringen von Blut aus den Hirnventrikeln ins Hirngewebe. Die Blutungen dritten ( III ) und vierten ( IV ) Grades sind die sogenannten komplizierten Blutungen. Sie manifestieren sich durch erhebliche strukturelle \u00c4nderungen im Hirngewebe und St\u00f6rungen bei der neurologischen Entwicklung des betroffenen Kindes.<\/p>\n<p>Die Hauptfaktoren, die sich auf die Prognose auswirken, sind das Ausma\u00df der Blutung und die Entwicklung der Komplikationen. Geringere Blutungen ergeben ein milderes und gr\u00f6\u00dfere ein schwereres Krankheitsbild. Es ist notwendig Kinder mit Hirnblutungen kontinuierlich w\u00e4hrend ihrer Entwicklung zu beobachten, um die Schwere ihrer neurologischen Abweichung und ihre sp\u00e4tere geistliche (kognitive) Entwicklung einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Blutungen ersten und zweiten Grades verursachen selten motorische und kognitive Folgen, obwohl nach einigen Autoren selbst bis zu 30% der Kinder mit solchen Blutungen die eine oder andere Neuroentwicklungsst\u00f6rung aufweisen. Bei Kindern mit Blutungen dritten Grades besteht ein gro\u00dfes Risiko, dass sie an einer Zerebralparese oder an einer anderen Form von neuromotorischen Abweichungen erkranken. Bei Blutungen vierten Grades ist die Todesrate sehr hoch (81%) und falls das Kind doch \u00fcberlebt, dann entsteht eine schwere neurologische Sch\u00e4digung, die oft mit einer kognitiven Sch\u00e4digung einhergeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>HYPOXISCH-ISCH\u00c4MISCHE ENZEPHALOPATHIE<\/h2>\n<p>Eine hypoxisch-isch\u00e4mische Enzephalopathie ist eine nicht progressive Enzephalopathie, die wegen Sauerstoffmangel im Blut (Hypox\u00e4mie) und\/oder St\u00f6rungen bei der Blut- und Sauerstoffversorgung im Gehirn entsteht (Isch\u00e4mie). Die genaue H\u00e4ufigkeit von hypoxisch-isch\u00e4mischen Enzephalopathien ist nicht bekannt, aber sie tretten h\u00e4ufiger bei Fr\u00fchgeborenen auf. Die m\u00f6glichen Folgen einer hypoxisch-isch\u00e4mischen Enzephalopathie bei einem Neugeborenen sind: dauerhafte Sch\u00e4digungen, Zerebralparese, geistliche Behinderung und Epilepsie. Das h\u00e4ufige Einhergehen von hypoxisch-isch\u00e4mischen Enzephalopathien mit Hirnblutungen deutet auf eine gemeinsame Ursache von beiden Sch\u00e4digungstypen hin und auf die Tatsache, dass es sich wahrscheinlich von zwei Episoden einer und derselben Grunderkrankung eines Neugeborenen handelt.<\/p>\n<p>Hypoxisch-isch\u00e4mische Enzephalopathien lassen sich nach ihrer Schwere in drei Stufen aufteilen: leichte, mittelschwere und schwere.<\/p>\n<p>Bei den hypoxisch-isch\u00e4mischen Typen von Hirnsch\u00e4digungen werden wir noch fokale und multifokale Sch\u00e4digungen und periventrikul\u00e4re Leukomalazie erw\u00e4hnen. .<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufigsten Ursachen einer fokalen oder multifokalen Hirnsch\u00e4digung sind thromboembolische Ereignisse, verbunden mit folgenden Erscheinungen: Plazentainfarkte, Infektionen, Traumata, Thrombusbildungen, Blutgerinnungsst\u00f6rungen usw. Bei 50% der Neugeborenen mit fokalen isch\u00e4mischen Sch\u00e4digungen ist die mittlere Gehirnschlagader (Arteria cerebri media), h\u00e4ufiger die linke, betroffen. Venenthrombosen sind seltener. Fokale und multifokale Sch\u00e4digungen k\u00f6nnen in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Gehirns entstehen und verursachen Zelltod mit Gewebeverlust im Gehirn, wobei H\u00f6hlen im Gehirn entstehen. Das Krankheitsbild ist vor allem durch fokale epileptische Anf\u00e4lle und Zerebralparese mit hemiparetischem Krankheitsbild gekennzeichnet, und wenn es sich um allgemeine Sch\u00e4digungen handelt, dann kommt es zu einer spastischen Tetraparese.<\/p>\n<p>Eine periventrikul\u00e4re Leukomalazie bezeichnet eine hypoxisch-isch\u00e4mische Sch\u00e4digung, die \u00fcblicherweise bei sehr Fr\u00fchgeborenen auftritt und zwar gerade auf Grund der spezifischen Entwicklungsstufe ihres Gehirns. Der Zelltod verursacht die Entstehung von H\u00f6hlen in der N\u00e4he der Hirnventrikel und \u00fcblicherweise kommt es auch zu Ventrikelvergr\u00f6\u00dferungen (Ventrikulomegalie). Die Fasern des Gehirns, die f\u00fcr die Motorik zust\u00e4ndig sind, verlaufen gerade durch die Teile des Gehirns, wo periventrikul\u00e4re Leukomalazien am h\u00e4ufigsten entstehen. Die Folge einer periventrikul\u00e4ren Leukomalazie ist fast immer eine Zerebralparese.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stelle der Sch\u00e4digung h\u00e4ngt vom Gestationsalter des Kindes ab und wird durch eine Ver\u00e4nderung in der Durchblutung des Zentralnervensystems w\u00e4hrend seiner Reifung erkl\u00e4rt. 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