{"id":746,"date":"2015-06-29T09:37:10","date_gmt":"2015-06-29T07:37:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ictplus.hr\/poliklinika2\/?page_id=746"},"modified":"2015-06-29T09:37:13","modified_gmt":"2015-06-29T07:37:13","slug":"zentrale-koordinationsstorung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/otroskarehabilitacija.si\/de\/zentrale-koordinationsstorung\/","title":{"rendered":"Zentrale Koordinationsst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Risikosymptome<\/strong>\u00a0sind klinische Zeichen der Abweichungen von der normalen motorischen Entwicklung, infolge einer Sch\u00e4digung des zentralen Nervensystems.<\/p>\n<p>Falls die Risikosymptome vorhanden sind, bedeutet es, dass das Kind eine Sch\u00e4digung erlitten hat, unabh\u00e4ngig davon, ob das Kind in seiner Anamnese Risikofaktoren hat oder nicht. Ob die Sch\u00e4digung langfristige Folgen haben wird, ist etwas anderes, wor\u00fcber wir etwas sp\u00e4ter sprechen.<\/p>\n<p>Die Eltern sollten sich Sorgen machen, falls:<\/p>\n<ul>\n<li>sich die Entwicklung Ihres Kindes mehr als 3 Monate im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern verz\u00f6gert;<\/li>\n<li>Ihr Kind steif, hart ist. Es ist schwer seine Arme oder Beine zu beugen (erh\u00f6hter Muskeltonus);<\/li>\n<li>Ihr Kind sehr schlaff und ruhig ist, wie \u201eaus Butter gemacht\u201c (niedriger Muskeltonus);<\/li>\n<li>die H\u00e4nde sind oft fest zur Faust geschlossen;<\/li>\n<li>Ihr Kind \u00e4lter als 2 Monate ist und oft den Daumen in die Faust h\u00e4lt;<\/li>\n<li>Sie ihr Kind unter den Armen greifen und aufrecht halten und es die Unterlage nicht mit den ganzen Fu\u00dfsohlen beruehrt;<\/li>\n<li>Sie bei Ihrem Kind irgend einen Unterschied in der Funktion oder Haltung einer K\u00f6rperseite im Vergleich zur anderen<br \/>\nK\u00f6rperseite bemerken (im fr\u00fchen Lebensalter ist ein Kind weder Rechts- noch Linksh\u00e4nder)<\/li>\n<li>Ihr Kind sich nach Hinten verbiegt, dh. den Kopf zur\u00fcckwirft und den K\u00f6rper zu einer Bogen verbiegt. Das kann das Kind machen,<br \/>\nsowohl auf einer Unterlage, als auch wenn man es in den Armen h\u00e4lt;<\/li>\n<li>Ihr Kind beim Umdrehen den Kopf stark zur\u00fcckwirft oder sich \u00ab en bloc \u00bb rollt, ohne dabei den Arm- oder Beinschwung zu machen, oder sogar ohne den Arm und den Bein \u00fcberhaupt zu bewegen;<\/li>\n<li>Ihr Kind die Beine kreuzt;<\/li>\n<li>Ihr Kind wurmartige Bewegungen von Armen und Beinen, bzw. \u201eunnat\u00fcrliche Bewegungen\u201c hat (athetotische Bewegungen).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Falls die Eltern irgendein von diesen Symptomen bemerken, sollten sie sich an Ihren Kinderarzt wenden, weil es bei einem solchen Kind n\u00f6tig ist, die Entwicklung zu bewerten, um wirkliche Abweichungen von der normalen Entwicklung festzustellen und falls es n\u00f6tig ist, mit der Therapie zu beginnen.<\/p>\n<p><strong>Zentrale Koordinationsst\u00f6rung<\/strong>\u00a0ist eine Diagnose, die bei dem Kind mit bemerkten Rysikosymptomen, gestellt wird. W\u00e4hrend dieses Zeitraums ist das klinische Bild noch nicht endg\u00fcltig charakterisiert. Die Terminologie kommt aus der deutschen Entwicklungsschule nach V.Vojta und ist nicht eindeutig. Er werden auch Begriffe wie dystones Syndrom, Kinder mit neurologischen Risiken usw. verwendet.<\/p>\n<p>Neben den zerebralen Bewegungsst\u00f6rungen ist in Klammern immer eingef\u00fchrt, um welchen Typ der zerebralen Bewegungsst\u00f6rungen es geht, weil es mehrere Typen der zerebralen Bewegungsst\u00f6rungen gibt:<\/p>\n<ul>\n<li>Tetraparese \u2013 Risikosymptome sind an alle vier Extraemitaeten zu beobachten (beide Arme und Beine);<\/li>\n<li>Hemiparese\u2013 Risikosymptome sind an Arm und Bein einer K\u00f6rperseite zu beobachten.<\/li>\n<li>Paraparese \u2013 Risikosymptome sind an nur Arme oder nur Beine zu beobachten und es wird besonders angef\u00fchrt, wo sie auftreten (Paraparese die nur die Arme betrifft ist extrem selten, hier werden vorwiegend beide Beine betroffen);<\/li>\n<li>dystones Syndrom- es sind \u00fcberwiegend symptome der dystonen Verhaltens vorhanden z.B. das Kind verbiegt sich nach hiten, wirft den Kopf stark zur\u00fcck, u.a.;<\/li>\n<li>Athetose \u2013 wurmartige\u00a0 Bewegungen von Armen und Beinen (athetotische Bewegungen und K\u00f6rperstellungen).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist wichtig zu betonen, dass zentrale Koordinationsst\u00f6rungen auf keinen Fall mit der Zerebralparese verwechselt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Es gibt mehrere m\u00f6gliche Ausg\u00e4nge der zerebralen Bewegungsst\u00f6rungen:<\/p>\n<ol>\n<li>Normalisierung der Entwicklung,<\/li>\n<li>kleinere motorische St\u00f6rungen (\u00ab ein ungeschicktes Kind \u00bb, h\u00e4ufige St\u00fcrze, Haltungsst\u00f6rungen, feinmotorische Schwierigkeiten, Gleichgewichtsst\u00f6rungen usw.),<\/li>\n<li>Zerebralparese, die von einer milden Form, die falls an kleinere motorische St\u00f6rungen grenzt, bis zum schweren Form, die zu voller Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchrt, variieren kann.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Zerebralparese ist das seltenster, am wenigsten gew\u00fcnschter, aber ein m\u00f6glicher Ausgang der zerebralen Bewegungsst\u00f6rungen.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Ausagng zerebrale Bewegungsst\u00f6rungen haben werden (die Prognose) h\u00e4ngt von mehreren Faktoren ab:<\/p>\n<ul>\n<li>von der Schwere des Krankheitsbildes (je gr\u00f6\u00dfer die Abweichung von der normalen Entwicklung wird, desto schlechter ist die Prognose). Dabei muss noch erw\u00e4hnt werden, dass sie Schwere des Krankheitsbildes nicht immer der Sch\u00e4digung entsprechen muss, die auf dem Ultraschall sichtbar ist, obwohl sie sehr oft doch \u00fcbereinstimmen.<\/li>\n<li>von dem Zeitpunkt, wenn das Kind mit der Therapie begonnen hat (je fr\u00fcher man mit der Therapie beginnt, desto besser ist die Prognose)<\/li>\n<li>von der Qualit\u00e4t der Therapie (dieses Thema kann gro\u00dfe Diskussionen verursachen, aber auf jeden Fall ist es zu erwarten, dass eine gute Therapie die Warscheinlickeit eines besseren Ausgangs erh\u00f6ht). Auf jeden Fall raten wir den Eltern, die Rehabilitation des Kindes mit zerebralen Bewegungsst\u00f6rungen den Spezialisten, die sich ausschlie\u00dflich damit besch\u00e4ftigen, anzuvertrauen.<\/li>\n<li>vom Gl\u00fcck. Dieser Faktor kann nicht ausgeschlossen sein und er enth\u00e4lt eigentlich alles, was das Ergebniss beeinflussen kann und was wir noch nicht kennen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Eltern sollten wissen, dass kein ernster Spezialist die Prognose f\u00fcr ein bestimmtes Kind, sondern f\u00fcr eine Gruppe von Kindern mit \u00e4hnlichen St\u00f6rungen stellen wird. Das bedeutet, dass f\u00fcr eine bestimmte Gruppe von Kindern der Prozentsatz der Normalisierung z.B. 50 % ist, aber das bedeutet auch, dass man f\u00fcr ein bestimmtes Kind nicht wissen kann, zu welcher Gruppe das Kind geh\u00f6ren wird: zur Gruppe, in der zu Normalisierung kommen wird oder zur anderen Gruppe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Risikosymptome\u00a0sind klinische Zeichen der Abweichungen von der normalen motorischen Entwicklung, infolge einer Sch\u00e4digung des zentralen Nervensystems. 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