{"id":738,"date":"2015-06-29T09:26:38","date_gmt":"2015-06-29T07:26:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ictplus.hr\/poliklinika2\/?page_id=738"},"modified":"2018-12-08T17:02:45","modified_gmt":"2018-12-08T15:02:45","slug":"bornas-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/otroskarehabilitacija.si\/de\/bornas-geschichte\/","title":{"rendered":"Bornas Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Borna ist ein Junge, der nach Komplikationen in der 28. Schwangerschaftswoche geboren wurde. Nach einem anf\u00e4nglichen Kampf um sein Leben und nachdem er das Krankenhaus 2 Monate danach verlassen hat, stellten wir eine Sch\u00e4digung des Sehverm\u00f6gens, genauer gesagt eine Retinopathie des 4.-5. Grades fest, d.h. es bestand keine M\u00f6glichkeit eines operativen Eingriffes, weil sie sp\u00e4t festgestellt wurde. Nachdem ich schlechte Bewegungsmuster des K\u00f6rpers festgestellt habe, folgte die n\u00e4chste besorgniserregende Diagnose: W\u00f6lben des K\u00f6rpers, zerebrale Bewegungsst\u00f6rungen (tetraparetisches Muster). Unser gro\u00dfes Gl\u00fcck war es, dass die \u00c4rztin Tajana Polovina Prolo\u0161i\u0107 diese Untersuchung durchgef\u00fchrt und uns wahrlich fr\u00fch und rechtzeitig zur Habilitation, als Borna 3 \u00bd Monate alt war, verwiesen hat!<\/p>\n<p>Wir haben beschlossen, die Habilitation in der Poliklinik Stoj\u010devi\u0107 Polovina, in Zagreb, durchzuf\u00fchren. Damit entstand nun eine Turbulenz in unserem Leben. Borna ist unser erstes und einziges Kind. Wir alle w\u00fcnschen uns das sch\u00f6nste und perfekteste Kind der Welt. Und pl\u00f6tzlich entstand ein Problem, Trauer, Angst, Unwissen, weil ich gehen kann und nie dar\u00fcber nachgedacht habe, wie ich das tue, geschweige denn, was f\u00fcr ein enormer Prozess das ist. Auf der anderen Seite m\u00f6chte und muss ich meinem Kind helfen, weil es so klein, hilflos und nicht schuld daran ist, dass es gerade in diesem K\u00f6rper gefangen ist. Alles wurde von Dr. Polovina und seinem selbstlosen Team geregelt. Das Wichtigste war, dass ich sofort Vertrauen zu ihnen gefasst habe, weil ich neben meinem Kind sitzen und wegen seines Schicksals weinen durfte oder Ratschl\u00e4ge mit endlosem Wissen und Erfahrung h\u00f6ren durfte, die im Schneckentempo in mein Kind hineingeflossen sind.<\/p>\n<p>Wir haben damit angefangen, das derzeitige motorische Bild aufzuhalten, d.h. es auf Null zu bringen und erst danach langsam Fortschritte zu machen. Zu Beginn kam all meine Ungeschicklichkeit und Verworrenheit zur Geltung. Sehr oft weinte mein paar Monate altes Kind, weil es nicht sehen und wissen konnte, was um es herum geschieht und ich \u00fcbte noch zus\u00e4tzlichen Druck auf ihn aus. Ich weinte mit ihm zusammen, weil ich wusste, dass wir das durchziehen m\u00fcssen und dies seine einzige Chance war. Zugleich tat mein Herz weh und er tat mir grenzenlos Leid. Zu Beginn machten wir so zahlreich wie m\u00f6glich Besuche, da wir keinen einzigen Moment bei Bornas Habilitation verlieren durften, aber dennoch machten wir \u00fcber einen k\u00fcrzeren Zeitraum hinweg, obwohl das aus der heutigen Perspektive wie eine ganze Ewigkeit erscheint, langsam Fortschritte. Das Leben ver\u00e4nderte sich abrupt. Alles, was vorher sehr wichtig war, wurde jetzt zweitrangig. Pl\u00f6tzlich war es nicht mehr wichtig, wie oft ich die Fenster geputzt habe oder \u00c4hnliches. Das Leben reduzierte sich auf: \u00dcbungen mit Borna und nebenbei essen und trinken. Mein Gatte musste nat\u00fcrlich zur Arbeit und gab mir moralische Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Die Tage wurden nach Reisen in Richtung Zagreb und \u00dcbungen mit Altem und Neuem, die man noch ein\u00fcben muss gemessen. Manchmal war es leichter, manchmal schwerer. Am schwersten war es, wenn man eine \u00dcbung m\u00fchevoll wiederholen musste und es binnen 6 Monaten zu keinen Fortschritten kam und dann pl\u00f6tzlich, als ob er es seit der Geburt gekonnt hat. Alles wurde getestet: Ausdauer, Kraft, Freundschaften, Ehe. Alles leidet darunter! Es ist bestimmt nicht leicht, aber wenn die Eltern ihrem Kind nicht helfen wollen, was kann man dann weiter erwarten? Alles \u00fcberw\u00e4ltigt man durch die gro\u00dfe Unterst\u00fctzung des Teams der Poliklinik. Und manchmal \u00e4rgert sich einer auf den anderen und hin und wieder sind wir sind wir anderer Meinung und wie oft haben wir Therapeuten gewechselt, aber jeder Person verbleibt in Erinnerung, die Borna etwas beigebracht hat. Derzeit arbeiten wir mit Tante Tamara. Wir waren brav, wir h\u00f6rten zu und \u00fcbten. Borna erz\u00e4hlte ihr manchen Witz, sodass wir sie auch zum Lachen gebracht haben.<\/p>\n<p>Heute ist Borna ein 7 Jahre alter Junge. Er ist sehr gespr\u00e4chig und hat sehr viele Therapeuten gehabt (Mali dom Zagreb, Zlatni Cekin Slavonski Brod, das Integrationsverfahren mit dem Zentrum Vinko Bek, er hat eine Therapieh\u00fcndin Rolly \u2013 eine wahre Freundin, er geht Therapiereiten und in den Kindergarten).<\/p>\n<p>Was die Motorik anbelangt: im Schneckentempo ging unsere Leistungskurve in die H\u00f6he. Zuerst st\u00fctzte er sich auf die Ellenb\u00f6gen, dann ging er auf allen vieren, dann krabbelte er, darauf folgte das Knien und dann haben wir flei\u00dfig ge\u00fcbt und ge\u00fcbt und als er 6 Jahre alt war, hat er die ersten wackeligen Schritte gemacht, die jetzt immer besser werden. Er muss die F\u00fc\u00dfe st\u00e4rken, Kraft bekommen, den Rumpf heben, den Schritt so weich wie m\u00f6glich machen. Das ist gut so! Das wird schon werden! Die Blindheit verlangsamt die ganze Sache, aber wir sind geduldig und gl\u00fccklich, weil wir von dem richtigen Team gef\u00fchrt werden. Vielen unsagbaren Dank an alle!!<\/p>\n<p><em>Bornas Eltern<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Borna ist ein Junge, der nach Komplikationen in der 28. Schwangerschaftswoche geboren wurde. Nach einem anf\u00e4nglichen Kampf um sein Leben und nachdem er das Krankenhaus 2 Monate danach verlassen hat, stellten wir eine Sch\u00e4digung des Sehverm\u00f6gens, genauer gesagt eine Retinopathie des 4.-5. 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